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Philip Aguirre y Otegui - Tor und Säule

Van Bunnenplein, Knokke

Über das Bild:

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Im Rahmen des Umgestaltungsplans 2020 der Einkaufsgegend Lippenslaan – Kustlaan – Dumortierlaan präsentiert der Künstler Philip Aguirre y Otegui vorübergehend und in Kooperation mit der Stadt Knokke-Heist auf dem Van Bunnenplein zwei monumentale Skulpturen.

Das skulpturale Œuvre von Philip Aguirre y Otegui (1961, Antwerpen) umfasst hauptsächlich Kompositionen aus mit Gusseisenpulver angereichertem Polyester oder patinierter Bronze. Thematisch behandelt der Künstler insbesondere den Menschen in seinem Verhältnis zu seinen Mitmenschen, zur Welt und zur Natur.

Tor (2019) basiert auf einer Skizze eines Mannes und einer Frau, die einander so bei den Schultern festhalten, dass sie einander unterstützen und so ein Tor bilden. An der Seite des Zeedijk auf dem Van Bunnenplein ist es aufgestellt und verkörpert diese starke symbolische Gebärde den Durchgang von der Innenstadt zum Zeedijk und umgekehrt.

Bei der Säule (2017) wird eher die Formensprache betont. Die Skulptur ist eine zehnfache Vergrößerung einer kleinen Maquette. Auf dem Fuß eines zerbrochenen Champagnerglases platzierte der Künstler einen händisch nachgemachten Bohrer. Von der Kust- und Lippenslaan aus gesehen geht diese dynamische Skulptur einen förmlichen Dialog mit dem eckigen Charakter der Umgebungsarchitektur ein.

Im Jahr 2020 schuf er im Auftrag der Stadt Knokke-Heist eine permanente monumentale Skulptur aus Backstein für die städtische Grundschule De Pluim, Kragendijk 182, Knokke-Heist. Weitere Informationen hier

Diese Skulptur kann täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden.

Über den Künstler:

Philip Aguirre y Otegui, geboren 1961 in Schoten bei Antwerpen, stammt aus einer Familie, die 1936 aus dem Baskenland nach Belgien flüchtete. Er studierte in Antwerpen an der Königlichen Kunstakademie KASK und am staatlichen Kunstinstitut NHI. Aguirre, der vor allem als Bildhauer bekannt ist, wohnt und arbeitet im Antwerpener Stadtteil Borgerhout. 

Sein bildhauerisches Werk umfasst größtenteils Kompositionen, die aus patinierter Bronze hergestellt werden. Aber auch Materialien wie Terracotta, Gips, Zement und Epoxidharz, teilweise bemalt oder durch die Integration bestehender Formen und Fundstücke ergänzt, verwendet er in seinem Œuvre. Darüber hinaus beschäftigt sich Aguirre auch mit Radierungen, Siebdrucken, Zeichnungen, Collagen und der Malerei, wiederum häufig ergänzt um Collagen mit gefundenem Bildmaterial. „Ich suche nicht, ich finde“ ist eine Wendung, die auf die offene Einstellung von Philip Aguirre voll und ganz zutrifft.

Neben freiem Werk realisierte Aguirre in einem Zeitraum von über 30 Jahren zahlreiche Skulpturen für den öffentlichen Raum in Belgien und Afrika.

Philip Aguirre y Otegui ist Vertreter einer so natürlich wie möglichen, geradezu „primitiven“ künstlerischen Einstellung und eines Künstlertums, das jederzeit eine so direkt wie mögliche menschliche Einbeziehung ins Leben beibehält.

Außer seinen Einzelausstellungen und zahlreichen Gruppenausstellungen wurden seine Skulpturen unter anderem in die öffentlichen Sammlungen des Mu.ZEE (Ostende), der Universität Antwerpen, des Kadehuis (Gent), von Kaprijke, Waasmunster, Ostende, der Kaserne Dossin (Mechelen), von Ndogpassi (Kamerun), Herentals, des Pflegezentrums Turnhout, des Nachbarschaftshauses von Opexwijk (Ostende), von Sint-Niklaas, Wolfabriek Lot (Brüssel), der Abtei Sankt Sixtus (Westvleteren) usw. aufgenommen.

2017 gewann Philip Aguirre y Otegui den International Award for Public Art

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2017 - 2019
2020
Schoten
1961

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